Bevor Sie diesen Spaziergang durch die Stadt beginnen, haben Sie natürlich bereits das einmalige Kulturerbe entdeckt, das die mittelalterliche Festung und die “Kathedrale”-Kirche von Gisors darstellen. Sollte dies nicht der Fall sein, klicken Sie bitte schnell auf ihre jeweiligen Links.

Die Festung von Gisors
Die “Kathedrale ” Kirche von Gisors

Die Idee dieses Spaziergangs ist es, das in der Stadt verstreute, weniger bekannte jedoch genauso bemerkenswerte Erbe zu entdecken!

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DAS WASCHHAUS

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Das Waschhaus, wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut, wird von der Epte gespeist. Dieser symbolträchtige, 117 km lange Fluss zeichnete die historische und geografische Grenze der Normandie ab. Heute ist das Eptetal eine eingetragene Naturstätte.

DIE BURGGRÄBEN

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Vom Waschhaus aus gehen Sie den Überresten einer, im 12. Jahrhundert errichteten Stadtmauer entlang, welche die Stadt schützte. Von den Burggräben aus sehen Sie die Festungsmauern und zahlreiche sich abzeichnende Türme: Der Gefangenenturm, die Porte de bleu, den Tour frileuse, den Tour sans Nom, den Tour du Diable, die Porte des Champs und die zwei achteckigen Türme.

DIE RUE DE VIENNE

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Sie trägt den Namen der Stadt Vienne im Departement Isère, um deren Unterstützung während des Zweiten Weltkriegs zu ehren. Im oberen Teil der Straße sind zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert erhalten geblieben. Sehenswert sind vor allem die Passage du Monarque, die im 12. Jahrhundert den Haupteingang der Festung darstellte, in der Nr. 8 das ehemalige Gericht der Vogtei und in der Nr. 6 die Unterkunft des Sieur Grainville, bei dem Heinrich IV mehrmals verweilte.

DAS CABINET DE VERDURE

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Letzte Überreste des Lustpavillons der Douet de Graville, er stammt aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Er befindet sich mitten in einem drei Hektar großen Park und war von einem französischen Garten umgeben. Er gleicht einem “Kabinett im Grünen” und stellt eines der Schmuckstücke des Parks dar. Die Schmiedeeisengitter wurden 1980 nach einem Modell des 17. Jahrhunderts gefertigt.

DER WASSERFALL

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Das Grenzsymbol Wasser war mit dem Fluss ebenfalls das Symbol der wirtschaftlichen Aktivität von Gisors bis zum Zweiten Weltkrieg. Im Mittelalter mit den Gerbern und Schuhmachern, dann im 17. und 18. Jahrhundert mit den Tuch-, Spitzen- und Wandteppichmanufakturen. Und schließlich im 19. und 20. Jahrhundert mit den Spinnereien, Webereien, Baumwollbleichen und Färbereien.

DIE GOLDENE MADONNA

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Diese Statue aus Edelstahl ist das Werk von Michel Poix. Der Körper der Statue ist im oberen Teil der Büste “zerrissen”. Es handelt sich um den symbolischen Ausdruck der gegensätzlichen Kräfte, die alle Menschen vierteilen und in diesem präzisen Fall handelt es sich um eine Mutter mit gebrochenem Herzen aufgrund ihres Sohns, der ihr durch den Tod entrissen wird. Der Künstler hat sich entschlossen, eher das Innere als das Äußere zu vergolden, um diesen Reichtum zu verinnerlichen. Die Präsenz dieses Kunstwerks erinnert an die Geschichte, als Philipp II. August in die Epte gefallen war und nahe am Ertrinken schwor, diese zu vergolden, sollte er sich retten können…..

DIE KAPELLE DES LEPROSENHAUSES

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Die Kapelle des Leprosenhauses ist der letzte Zeuge der Gebäude, aus welchen das in 1210 von Jean de Gisors gegründete Leprosorium bestand. Dem Hl. Lazarus gewidmet, steht sie seit 1992 unter Denkmalschutz. Ihr Innendekor besteht aus Wandfresken, die vom Kunstmaler Dado realisiert wurden.

Virtuelle Besichtigung der Kapelle des Leprosenhauses

DAS SCHLOSS VON PABLO PICASSO

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Das Schloss Boisgeloup beherbergte von 1930 bis 1936 Pablo Picasso, der hier zahlreiche Skulpturen realisierte. Sein Atelier ist voll von Phantasietieren und großen Köpfen. Man findet den Einfluss von Boisgeloup in seinen Werken « Boisgeloup unter dem Regen » (1932), « Eine Frau im roten Fauteuil » (1932), « Der Minotaurus und das junge Mädchen » (1933) und « Die Ermordung » (1934). Und schließlich hat auch das Meisterwerk der Kunst unseres Jahrhunderts, “Guernica” in Gisor seine Wurzeln.

DER UMWELTPARK

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Die Geschichte dieses Besitzes ist mit den verschiedenen Phasen der Entwicklung von Gisors verbunden. Genauso wie die Familie, die er beherbergt, spielt er in der Stadt eine wichtige Rolle. Heute ist der Umweltpark Teil der Bemühungen, einen grünen und blauen Raster zu schützen und aufzuwerten.

Der Umweltpark ist vom 1. November bis 31. Januar von 8.30 bis 16 Uhr, vom 1. Februar bis 31. März bis 18 Uhr und vom 1. April bis 31. Oktober bis 19.30 Uhr geöffnet.