Seit 1862 unter DenkmalschutzMonument historique

Gisors hat eine lange Geschichte als wichtige Militärfestung zwischen den zwei Vexin, dem französischen und dem normannischen. Ab dem Ende des 11. Jahrhunderts wurde vom zweiten Sohn von Wilhelm dem Eroberer ein beeindruckender Schutzwall aus Erde und Steinen, innerhalb gefestigt durch Holzbalken, errichtet. Auf diesem Schutzwall wurde eine erste Festung und ein großer Turm aus Holz errichtet.

Im 12. Jahrhundert verschönert das Herrscherhaus Plantagenêts die Stätte mit mächtigen Festungsbauten. Die Hauptelemente aus Stein tauchen auf. Die Könige von Frankreich erobern Gisors ab dem 13. Jahrhundert mit ihrem Schweiß und Blut und erweitern die Festung durch den Bau von Riesentürmen. Der Gefangenenturm wird am Rande des Plateaus errichtet. Es handelt sich um einen runden Hauptturm mit drei Ebenen.

Während des Hundertjährigen Kriegs wird die Burg zu einer ausschlaggebenden Festung, Streitobjekt der englischen und französischen Seiten. Mitte des 15. Jahrhunderts wird die Burg nach einer 3-wöchigen Belagerung sogar eine Zeit lang von den darüber stolzen Engländern besetzt. Vom König von Frankreich wieder zurückerobert, werden grundlegende Umbauarbeiten an der Festung vorgenommen, dank welcher sie sich der Entwicklung der Artillerie anpassen und modernisieren kann. Die Burg wird zum Königssitz, mit dem Bau der Wirtschaftsgebäude in der Vorburg und selbst einer herrschaftlichen Unterkunft, von der noch die Keller bestehen.

1605 entscheidet Sully den Abbruch der Burg Gisors, genauso wie die französischen Militärstätten: Von da an stellt Gisors, wie auch zahlreiche andere Feudalburgen des 17. Jahrhunderts, kein strategisches Interesse mehr dar.

Derzeit ist sie noch das Wahrzeichen der Stadt Gisors. Vorort können Sie bei einer freien Besichtigung die riesigen Stadtmauer sowie die Wachtürme und den Gefangenenturm sehen. Außerhalb der Burg überwinden Sie die trockenen Burggräben, Bannetons genannt. Dieser schattige Spaziergang zwischen den Wachtürmen und Erdhügeln ermöglicht es Ihnen, verschiedene Militärbauten zu entdecken. Im Inneren der Burg lädt auch die Vorburg, die zum öffentlichen Park wurde, in welchem sich der Schutzwall und die Überreste befinden, zu einem Spaziergang im Schatten ihrer hundertjährigen Bäume ein.

Bedingungen für den Zugang zum Denkmal:

Der Burgpark ist von Oktober bis März von 8 bis 17 Uhr, und von April bis September bis 19.30 Uhr frei und kostenlos zugänglich.

Schließzeiten der Burg: Dienstags geschlossen (keine Führungen aber Zugang zum Park besteht weiterhin). Jährliche Schließung im Dezember und Januar (keine Führungen aber Zugang zum Park besteht weiterhin). Am 3. Wochenende im Mai geschlossen (weder Führung noch Zugang zum Park).  Am letzten Wochenende im August geschlossen (weder Führung noch Zugang zum Park)

Bedingungen der Führungen: Achtung, das Denkmalschutzamt informiert die Besucher, dass die Führungen aus Sicherheitsgründen nur im öffentlichen Park stattfinden. Es ist derzeit unmöglich, in den Donjon hochzusteigen oder in die Keller hinunterzusteigen. Für nähere Auskünfte kontaktieren Sie uns bitte unter 00 33 2 32 55 59 36.

Dauer der Besichtigung: 1 Std. – Tarife: 5 € voller Tarif / 3 € ermäßigter Tarif.
Uhrzeiten der Führungen:  Vom 1. April bis 30. September: täglich um 10, 11, 14, 15.30 und 17 Uhr. Im Oktober, November, Februar und März: an den Wochenenden um 10.30, 14.30 und 16 Uhr.